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Von Niels Gülberg
1999. IV, 318 Seiten (Münchener Ostasiatische Studien, Band 76). Kart. DM/sFr 88.-/öS 642.-. ISBN 3-515-07147-4
Während die von der Aristokratie gesponserten buddhistischen Messen des 9.
und 10. Jahrhunderts prachtvoll ausgestattete gesellschaftliche Ereignisse waren,
deren Rezitationen in Chinesisch und Sanskrit dem Laienpublikum jedoch in einem
mystischen Dunkel der Unverständlichkeit verborgen blieben, tauchen im späten
10. und im 11. Jahrhundert erste Anzeichen zu einem Wandel auf, der unsereins
an den radikalen Bruch der Reformierten mit der lateinischen Messe der römischen
Amtskirche erinnert: Anfänge einer Liturgie in der Volkssprache, die ihren Teil
dazu beitrug, den Buddhismus in breiten Volksschichten zu etablieren. Die
wichtigste Liturgieform, die in dieser Zeit entstand, im 12. und 13. Jahrhundert
ihre Hochblüte erlebte und auch heute noch Verwendung findet, sind die
"kôshiki". Erstmals wird in dieser Arbeit ein umfassender Überblick
über diese zumeist nur handschriftliche überlieferte Form gegeben und
anhand literarischer Werke zugleich der Frage nachgegangen, wie die Laien auf den
Wandel reagierten.
Vorüberlegungen - Was sind kôshiki? - Wer schrieb kôshiki? - Entstehung und Entwicklung - Aufführung - Genshins "Nijûgo zanmai shiki" - Yôkans "Sanji nenbutsu kanmon shiki" - Ausblicke - Anhang: Verzeichnis der kôshiki-Überlieferung, Chronologie
Japanologen - Religionswissenschaftler - Vergleichende Literaturwissenschaftler - Mediävisten - Musikethnologen
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