=>JAPANESEZur japanischen Home Page =>ENGLISCHZur englischen Home Page


Neuerscheinung November 1998

Buddhistische Zeremoniale (kôshiki)


und ihre Bedeutung für die Literatur des japanischen Mittelalters

Von Niels Gülberg

1999. IV, 318 Seiten (Münchener Ostasiatische Studien, Band 76). Kart. DM/sFr 88.-/öS 642.-. ISBN 3-515-07147-4

Während die von der Aristokratie gesponserten buddhistischen Messen des 9. und 10. Jahrhunderts prachtvoll ausgestattete gesellschaftliche Ereignisse waren, deren Rezitationen in Chinesisch und Sanskrit dem Laienpublikum jedoch in einem mystischen Dunkel der Unverständlichkeit verborgen blieben, tauchen im späten 10. und im 11. Jahrhundert erste Anzeichen zu einem Wandel auf, der unsereins an den radikalen Bruch der Reformierten mit der lateinischen Messe der römischen Amtskirche erinnert: Anfänge einer Liturgie in der Volkssprache, die ihren Teil dazu beitrug, den Buddhismus in breiten Volksschichten zu etablieren. Die wichtigste Liturgieform, die in dieser Zeit entstand, im 12. und 13. Jahrhundert ihre Hochblüte erlebte und auch heute noch Verwendung findet, sind die "kôshiki". Erstmals wird in dieser Arbeit ein umfassender Überblick über diese zumeist nur handschriftliche überlieferte Form gegeben und anhand literarischer Werke zugleich der Frage nachgegangen, wie die Laien auf den Wandel reagierten.

Aus dem Inhalt:

Vorüberlegungen - Was sind kôshiki? - Wer schrieb kôshiki? - Entstehung und Entwicklung - Aufführung - Genshins "Nijûgo zanmai shiki" - Yôkans "Sanji nenbutsu kanmon shiki" - Ausblicke - Anhang: Verzeichnis der kôshiki-Überlieferung, Chronologie

Interessenten:

Japanologen - Religionswissenschaftler - Vergleichende Literaturwissenschaftler - Mediävisten - Musikethnologen

Bezugsquelle:

Franz Steiner Verlag
Postfach 10 10 61
D-70009 Stuttgart


Autor:Niels GÜLBERG
e-mail: guelberg@waseda.jp
Last updated: 03.1.16
<=Zurueck Zurück