渡邊大志研究室    

モダニズムの原点研究|ORIGIN OF EARLY MODARNISM

2016/02/13 モダニズムの原点研究④



Sebastian Labis, Martin Pohl

13nd Feb 2016




-解説-
年代・スケールを問わずに地図に描かれた「情報」による類型表(上図)を作成した。
「情報」による地図の類型化から、地図のなかの類似する情報を示す記号が、全く異なる表現方法で描かれる場合があることを発見した。
地図に描かれた「情報」の間にある隔たりの分析を進めている。



2015/10/13 モダニズムの原点研究③



What is a map actually?


Sebastian Labis, Martin Pohl

2nd October 2015

INTRODUCTION

Even though maps are nowadays known as media to transport information in an universal and mostly technical and comparable way, a lot of historic maps and plans differ in what we would usually file as style of depiction.

When we were asked to research about historic German maps for Masuii Living Company's 20th anniversary exhibition, we asked ourselves what the purpose of looking at maps is and what their special quality could be. So, simply speaking, what is a map actually? Drawings and images are by far different than the written word, so what might a map be able to express that a text cannot?

Both born and raised in Germany, but with different backgrounds, we got the idea to take the position of an outsider while living in Japan. Our aim was not only to compare different German maps to each other but rather use them as a tool to communicate about them, trying to find what we would call a German understanding of maps.

We started by researching for maps on a formal level. Every drawing that could be considered a map or a plan found its way into our research folder. During that process we started looking for different motivations and their narrative expression in maps, keeping in mind the importance of spatial relations. We looked for those components, being interested in extracting the essence of every chosen map, hoping to find what could be called a "German narrative".

Poster of German maps in chronological order




注釈
上記の研究はベルリンのセバスチャン・ラビス、ワイマールのマーティン・ポールが行っている。

地図の研究の前提として、彼らが着目していることは、ひとつの地図の中の、あるいは異なる時代に描かれた地図の間の関係性である。
地図の政治的な側面や実利的な側面を超えて、巨視的な歴史のなかでの「ドイツの物語」(世界観)を構想している。
(上図・「Poster of German maps in chronological order」参照)


2015/10/04 モダニズムの原点研究② バラック BARACKE







「バラック BARACKE」のための注釈
上記の論文は、ドイツ・ワイマールのマーティン・ポール(Martin Pohl)が記した。
ドイツ・ブッヘンヴァルトと日本・大森の「バラック」(ここでは兵舎の意味)をめぐって、モダニズムの原点に関する考察が為されたものである。

ブッヘンヴァルトと大森には、それぞれにナチスの強制収容所、日本軍の大森捕虜収容所があった。
共に第二次世界大戦時下で造成された地域であり、「バラック」の生産方法(=工業化に伴うテクノロジー)の点で2つは共通する。
しかしながら、最も興味深い指摘は、その後の土地利用の違いである。
現在、ブッヘンヴァルトには記念碑を始め、強制収容所の記念館などの諸施設がある一方で、大森には競艇場やアミューズメント施設が立ち並ぶ。
この奇妙な差異のなかに、ドイツ(そして日本)のモダニズムの原点を視ようとした試みである。



2015/03/02 モダニズムの原点研究①












Liebe Schwester,

es tut mir leid, dass ich dir nicht die Postkarte schreibe, welche du erwartest hast. Stattdessen schreibe ich dir diesen Brief, damit du verstehst warum ich Tokyo nicht einfach wie jede andere Stadt behandeln konnte.
Du wolltest eine schöne Postkarte mit Tokyos Skyline oder einem besonderen Gebäude, aber für mich ist die Stadt mehr geworden als das. Sie hat das normale Bild einer „global city“ übertroffen, ich hätte mich schuldig gefühlt es so aussehen zu lassen wie London, New York oder Paris.

Ich betreibe Recherche an meiner Professur über Weimar und Tokyo, zwei Städte welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Ich war zunächst fasziniert von dem Offensichtlichen: Tokyo ist größer aber hat ein feineres Stadtgefüge, d.h. es ist dichter; Weimar ist ein halbes Jahrhundert älter und wegen seiner speziellen Geschichte kulturell reicher.
Doch dann recherchierte ich intensiver indem ich die Geisteshaltungen der Leute anschaute und spezielle Plätze in beiden Städten suchte. Ich lebte 2 Jahre in Weimar bevor ich nach Tokyo kam, aber mir wurde nie bewusst wie wichtig es ist, bis ich in die größte Stadt der Welt zog. Es ist lustig wie wir nie wirklich die Städte erkunden in denen wir leben, sondern ins Ausland gehen um dort über unsere Haltungen und selektiven Blickwinkel erfahren.
Durch meinen Lehrer ist mir nun klar wie wichtig Goethe war und immer noch ist.
Wie du weißt ist mein Deutsch nicht das Beste und deshalb deutsche Literatur nicht mein Lieblingsthema von Weimar. Ich bin mehr interessiert an dem Bauhaus und all den aufregenden Sachen. Trotzdem gebe ich mein Bestes!

Meine Recherche über den Ilmpark verursachte eine unbeschreibliche Nostalgie, weil ich es noch nicht einmal schaffte das Grün der Bäume in Japan wiederzufinden. Deshalb wollte ich das Gefühl des „durch den Park laufen“ anderen Leuten zeigen. Es endete damit, dass ich ein Regal baute das zum Teil mit einem grün bemalt ist, welches ich heute Weimar Grün (eine Mixtur aus verschiedenen Farben erhältlich in Japan) nenne.
Diese Idee wurde dann weiter von mir ausgebaut als ich mein Projekt in Shibuya über Pflanzen begann.
Die selbe Nostalgie in Shibuya zu finden war unmöglich, selbst im Rest von Japan gibt es nicht so einen Platz wie den Ilmpark. Aus diesem Grund baute ich –mit Hilfe von Goethes Konzepten aus Weimar– meinen eigenen „Ilmpark“ in Tokyo. Genau wie Goethe italienische Architektur nutze um die Nostalgie zu vergrößern, platzierte ich Ruinen und Monumente in meinem Park. Aber die von mir gewählten Ruinen und Monumente stammten von ganz Tokyo und kreierten dadurch ein System verschiedener Nostalgien.

Zuerst informierte ich mich über den Tokyo Tower, aber dann schaute ich in der ganzen Stadt nach speziellen Gebäuden und Plätzen. Ich startete bei der Meinung meines Professors, dass der neue Sky Tree nie das Symbol Tokyos sein wird, weil das Design, der geschichtliche und physische Kontext nicht ausreichend sind.
Als nächstes entdeckte ich mehr Plätze unter anderem Meiji Jingu, den Kaiserpalast und Tokyos olympisches Stadium. Sie sind alle nahe zu Grünräumen und haben eine einzigartige Geschichte, welche die übliche Lebensdauer von einem Gebäude in Tokyo übertreffen. Später schaute ich mir dann Orte wie den Meguro Sky Garden, ein kürzlich errichtetes infrastrukturelles Projekt, an. Das Projekt ist eine Mischung aus Infrastruktur, Gebäude und Park, also erzählt es eine Geschichte über die japanische nostalgische Beziehung zur Natur selbst heutzutage.

Ich stelle mir Tokyo als ein System nostalgischer Grünräume vor, welche alle eine nostalgische Architektur (zumindest einen kleinen Schrein) haben. Ich will all diese Stücke zusammenbinden indem ich meinen eigenen Park im Stil eines englischen Garten errichte, d.h. die Natur meines Grundstücks nutzend. Dann platziere ich ein Monument für jede spezielle Nostalgie in den Park.
Der letzte Schritt ist den Park selbst zur Architektur zu machen indem ich ein großes Zelt aufsetze. Die Architektur wir dann ein neuer Teil im System der nostalgischen Beziehungen.

Am Ende sieht natürlich alles etwas mehr komplex aus als ich es gerade erklärt habe, aber ich habe ein paar Skizzen angefertigt, damit du es einfacher verstehst. Ich hoffe, dass du nicht sauer bist weil ich nicht auf eine normale Postkarte gezeichnet habe, aber wie ich es schon am Anfang erklärt habe war es sehr schwer für mich dir nicht von dieser Erfahrung zu erzählen.
Zumindest kannst du jetzt sagen, dass du Tokyo sehr gut kennst und vielleicht kannst du den Brief an deine Wand hängen. Ich bin mir sicher dass jemand danach fragt und du hast dann eine Geschichte zu erzählen.

Alles Liebe,
dein Bruder,
Pirmin



Dear sister,

I am sorry that I am not writing you the postcard that you expected. Instead I am writing this letter to you, so you will understand why I couldn’t handle Tokyo just like any other city.
You asked me for a beautiful postcard with Tokyo’s Skyline or one special building, but for me the city has become more than just that. It has reached a point beyond the conventional image of a “global city“, I would have felt guilty to make it look like London, New York or Paris.

I am conducting my research at the laboratory about Weimar and Tokyo, two cities which seem as different as possible. I first started with being fascinated by the obvious: Tokyo is bigger but has a smaller city grid which means that it is also denser; Weimar is half a century older and because of its special history culturally richer.
But then I intensified my research by looking at the mind-sets of the people and by trying to find unique places in both cities. I lived in Weimar for 2 years until I came to Tokyo, but I didn’t realize how important it is until I came to the biggest city in the world. It is very funny how we do not really explore the cities that we live in but travel abroad to find out about our habits and our selective view(s).
Through my teacher I am now more aware of how important Goethe was and still is.
As you know, my German is not the best so German literature is not my favorite topic about Weimar. I am more interested in the Bauhaus and all the exiting stuff. Non the less I try my best!

My research about the Ilmpark caused an indescribable nostalgia because I couldn’t even find the green of the trees in Japan. So I wanted to show the feeling of “walking through the park“ to other people. I ended up making a shelf which is partly colored with a green which I now call Weimar Green (a mixture of different colors available in Japan).
This idea was further developed by me, when I started my main project about plants in Shibuya.
Trying to find the same nostalgia in Shibuya was impossible, even in the rest of Japan there is no place like the Ilmpark. For this reason I built my own “Ilmpark“ in Tokyo by taking the concepts of Goethe which he used in Weimar. Just like Goethe placed Italian architecture in his park to enlarge the feeling of nostalgia, I placed ruins and monuments in my park. But the ruins and monuments I picked were from all over Tokyo creating a system of nostalgia.

Firstly I investigated about Tokyo Tower, but then I went on looking all over the city for special buildings and sights.
I started off from the opinion of my teacher that the new Sky Tree will never be the symbol of Tokyo because its design, its historical and physical context were not sufficient enough.
Next I discovered more places such as Meiji Jingu, the Imperial Palace and Tokyo’s Olympic stadium. They are all close to green spaces and have a unique history surpassing the usual lifetime of a building in Tokyo. Later I even looked at places like the Meguro Sky Garden which is a recent infrastructural development. This development is a mixture of infrastructure, building and park, thus tells a story about the Japanese nostalgic relation to nature even today.

I imagine Tokyo as a system of nostalgic green spaces which all have their own nostalgic architecture (the least you find is a shrine). I want to tie those pieces together by making my own park in the style of an English garden, this means I use the existing nature from my site. Then I place a monument for each special nostalgia in the park. The final step is to make the park itself an architecture by putting it in a huge tent. This architecture then becomes another part in the system of nostalgic relations.

In the end it looks a little bit more complex than what I explained, but I made some sketches for you so it is easier to understand. I hope that you are not angry at me for not sketching on a regular postcard, but as I explained in the beginning it was very hard for me not to tell you about my experience.
At least you can say now that you know Tokyo very intimately and maybe you can hang this letter on your wall. I am sure somebody will ask you about it and you will have a story to tell.

Yours truly,
your brother,
Pirmin





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